Wie berechne ich die Splitmenge für einen Schotterweg?
Die Splitmenge ergibt sich in drei Schritten. Zuerst berechnen Sie das Volumen der Schicht in Kubikmetern, dann rechnen Sie es mit der Schüttdichte des Materials in Tonnen um, und zuletzt schlagen Sie den Zuschlag für die Verdichtung auf. Die Formeln lauten:
- Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke
- Gewicht (t) = Volumen × Schüttdichte (t/m³)
- Bestellmenge (t) = Gewicht × (1 + Verdichtungszuschlag)
Setzen Sie alle Maße in Metern ein. Eine Schichtdicke von 5 cm rechnen Sie also als 0,05 m, sonst weicht das Ergebnis um den Faktor 100 ab.

Welche Körnung steckt hinter dem Rechenwert?
Splitt wird nach seiner Korngröße bezeichnet, etwa 2/5 mm oder 8/11 mm. Die Schüttdichte hängt von Gestein, Körnung und Feuchte ab, deshalb gibt es keinen einzigen festen Wert. Entscheidend ist, dass Sie den Rechenwert zur tatsächlichen Körnung wählen. Die Angabe steht auf dem Lieferschein oder im Produktdatenblatt des Händlers. Wer nur „Splitt“ bestellt, sollte die Körnung ausdrücklich nachfragen, denn grobes und feines Material verhalten sich beim Verdichten unterschiedlich.
Wie berechne ich das Volumen aus Länge, Breite und Dicke?
Messen Sie den Weg dort, wo die Schicht später liegen soll. Bei geraden Wegen genügen Länge und Breite. Verläuft der Weg in Kurven oder hat er Ausbuchtungen, teilen Sie ihn in Abschnitte mit einfachen Formen, berechnen jeden Abschnitt einzeln und addieren die Volumina. Wenn Sie zusätzlich eine Mulde im Untergrund ausgleichen, rechnen Sie deren Tiefe mit ein, nicht nur die Dicke der Deckschicht. Runden Sie das Ergebnis nicht nach unten. Eine knapp berechnete Menge führt am Wegrand schnell zu einer Lücke, die Sie nur mit Mehrlieferung schließen können.
Wie dick muss die Splittschicht sein?
Für einen begehbaren Gartenweg aus Splitt wird in der Praxis meist eine Schicht von etwa 5 Zentimetern genannt. Bei Kiesbelägen mit größeren Steinen liegen die Richtwerte bei 10 bis 20 Zentimetern. Diese Werte gelten nur für Wege, auf denen Menschen gehen oder kurz Gartengeräte stehen. Eine Fläche, auf der Autos oder schwere Fahrzeuge fahren, braucht dagegen einen mehrlagigen Aufbau mit tragfähigem Unterbau. Dessen Dicke und Material legen Sie nicht nach einem Splitt-Rechner fest, sondern gemeinsam mit einem Fachbetrieb oder anhand der Datenblätter des Herstellers.
Wie rechne ich Kubikmeter in Tonnen um?
Die Umrechnung läuft über die Schüttdichte, also das Gewicht eines Kubikmeters lockeren Materials. Richtwerte aus einer Fachquelle für Baustoffe: Edelsplitt 2 bis 5 mm 1,67 t/m³, Granitsplitt 2 bis 5 mm 1,72 t/m³, Kies 8 bis 16 mm 1,78 t/m³. Für Schotter nennt dieselbe Quelle 1,46 t/m³ bei 32 bis 60 mm und 1,52 t/m³ bei Kalksteinschotter 32 bis 45 mm. Diese Werte sind Richtwerte, sie schwanken mit der Feuchte des Materials. Liefert Ihr Händler einen eigenen Wert für sein Produkt, nehmen Sie diesen, denn er ist genauer als jede Tabelle.

Wie viel Zuschlag braucht die Verdichtung?
Wird die Schicht mit einer Rüttelplatte verdichtet, setzt sie sich und verliert an Höhe. Deshalb bestellen Sie etwas mehr, als das reine Volumen ergibt. Als Richtwert gelten 3 Prozent für Splitt und Kies und 6 Prozent für Schotter. Wird der Weg nicht verdichtet, entfällt der Zuschlag. Bei dicken Lagen und bei Schotter lohnt ein kleines Probefeld, um den tatsächlichen Verlust zu prüfen, denn der Zuschlag ist nur ein Mittelwert und keine Garantie für Ihren Untergrund.
Wie sieht ein Rechenbeispiel für einen 20 m langen Weg aus?
Angenommen, der Weg ist 20 m lang und 1 m breit, die Schicht soll 5 cm dick werden. Als Material dient Edelsplitt 2 bis 5 mm, verdichtet wird mit einer Rüttelplatte:
- Volumen: 20 × 1,0 × 0,05 = 1,0 m³
- Gewicht: 1,0 m³ × 1,67 t/m³ = 1,67 t
- Bestellmenge: 1,67 t × 1,03 = 1,72 t
Bestellen Sie also rund 1,72 Tonnen. Planen Sie eine kleine Reserve ein, weil Randbereiche und Unebenheiten im Untergrund zusätzlichen Bedarf erzeugen. Eine Tragschicht aus Schotter rechnen Sie separat, mit ihrer eigenen Schüttdichte und dem Zuschlag von 6 Prozent.
Worauf ist beim Einbau und bei der Lieferung zu achten?
Kontrollieren Sie den Lieferschein. Menge, Körnung und Lieferdatum müssen mit Ihrer Bestellung übereinstimmen, bevor Sie das Material verteilen. Weitere Punkte für sicheres Arbeiten:
- Vor dem Aushub Leitungen und Kabel klären, etwa über eine Leitungsauskunft.
- Den Untergrund ausheben und lockere Stellen vor dem Einbau verdichten.
- Sicherheitsschuhe und Handschuhe tragen, bei laufender Rüttelplatte zusätzlich Gehörschutz, beim Schneiden oder Schaufeln eine Schutzbrille.
- Sackware schwer heben aus den Knien, nicht aus dem Rücken. Big-Bags nur mit geeignetem Gerät bewegen und nie unter einer schwebenden Last stehen.
- Die Ränder einfassen, damit der Splitt nicht seitlich wegrutscht, und ein Gefälle anlegen, damit Wasser abläuft.
- Bei Dauerregen oder Frost nicht einbauen. Nasses Material verdichtet schlecht, und gefrorener Untergrund trägt nicht.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich für einen Gartenweg eine Genehmigung einholen?
Für einen Weg auf dem eigenen Grundstück ist in der Regel keine Genehmigung nötig. Bei Eingriffen in die Entwässerung, an der Grundstücksgrenze oder bei geschützten Bäumen kann die Gemeinde zuständig sein. Fragen Sie im Bauamt nach, bevor Sie beginnen.
Wohin mit übrig gebliebenem Splitt?
Kippen Sie Reste nicht in die Natur oder in den Gartenabfall. Fragen Sie beim Wertstoffhof oder beim Baustoffhändler nach, wie er Restmengen annimmt.
Muss ich nach dem Einbau nachfüllen?
Splitt setzt sich nach dem Verdichten noch etwas. Füllen Sie dann die Senken mit Material nach und verdichten Sie erneut. Genaue Zeiten und Vorgaben für Ihr Produkt nennt das Datenblatt des Herstellers.